Vater atmet auf: So rettet Firma autistischen Teenager vor dem Verdursten.

Der 14-jährige Ben Carter aus dem britischen Devon leidet an einer schweren Form von Autismus. Der Teenager kann nicht sprechen und durch seine Wahrnehmungsstörung fällt es ihm schwer, mit seiner Umwelt in Kontakt zu treten. Seit er zwei Jahre alt ist, ist der Junge ganz und gar fixiert auf einen speziellen blauen Kindertrinkbecher der Firma Tommee Tippee. Auch 12 Jahre später weigert er sich, aus irgendeinem anderen Gefäß zu trinken. Doch die Produktion des Bechers wurde schon vor mehr als zehn Jahren eingestellt, was Bens Eltern vor ein riesiges Problem stellt. Über das Internet startet Vater Mark einen verzweifelten Suchaufruf: 

"Vor drei Jahren haben wir es geschafft, den sehr alten und sich bereits in seine Einzelteile auflösenden Becher durch dasselbe Modell zu ersetzen. Alles keine große Sache, könnte man meinen. In dem Alter sollte man schließlich schon aus einem Glas trinken! Aber Ben trinkt seit er fünf ist nichts mehr in der Schule, er trinkt nicht außerhalb des Hauses, deshalb können wir nirgends hin. Die Leute meinen, er würde schon trinken, wenn er Durst hat - aber zwei Krankenhauseinlieferungen wegen akuter Dehydrierung erzählen eine andere Geschichte.

Diese speziellen Trinkbecher werden nicht mehr hergestellt, die neue Reihe sieht anders aus und wenn wir sie ihm vorsetzen, wirft sie Ben uns wieder entgegen. Vielleicht habt ihr noch eines der alten Modelle im Schrank stehen? Der Becher darf ruhig gebraucht sein, sein jetziger fällt fast auseinander und wir machen uns Sorgen, was dann geschehen wird. Könnt ihr uns helfen?" 

Marcs Aufruf wird auf der ganzen Welt geteilt und von allerorts schicken ihm Menschen Bilder von ähnlichen Trinkbechern. Es finden sich sogar ein paar Modelle von Bens blauem Trinkgefäß, die man der dankbaren Familie per Post zuschickt. Schließlich erreicht die Geschichte des Teenagers auch die verantwortlichen Hersteller von Tommee Tippee. Sie möchten dem Briten helfen, aber auch in ihren Lagern ist Bens eingestellter Becher zunächst nicht mehr aufzufinden. In einer Produktionsstätte in China haben sie jedoch Erfolg: Sie finden die originale Gießform. Die Firma erklärt sich bereit, extra für den Jungen noch einmal 500 der Becher herzustellen - ein ganzer Lebensvorrat!

Marc Carter kann sein Glück noch immer nicht fassen: "Vielen Dank an alle, die sich so sehr bemüht haben, meinem kleinen Mann zu helfen, es rührt mich zu Tränen", bedankt sich der Vater. "Ben wird sich wohl niemals ändern, also werden wir diese Becher für den Rest seines Lebens brauchen." 

Dank der Hilfe zahlreicher mitfühlender Eltern und dem großzügigen Geschenk des Unternehmens ist der autistische Ben nun für immer mit dem für ihn so wichtigen blauen Becher versorgt. Großes Lob an alle, die so etwas Wunderbares ermöglicht haben!  

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