Demenz ist kein Schicksal: 5 Maßnahmen zur Vorbeugung.

Die Bevölkerung wird immer älter. Dadurch steigt auch die Zahl der Demenzerkrankungen. Mittlerweile sind 1,5 Millionen Menschen in Deutschland von dieser Krankheit, die auch häufig das Umfeld der Erkrankten schwer belastet, betroffen. Dabei kommt es zu einer erheblichen Verschlechterung der Gehirnleistung, Orientierungs- und Sprachproblemen sowie Veränderungen des Charakters. Doch es gibt eine gute Nachricht: Tatsächlich ist es möglich, die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Demenz immerhin zu reduzieren. 

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Die folgenden 5 Dinge kannst du tun, um der häufigen Alterskrankheit vorzubeugen:

1.) Soziale Kontakte pflegen 

Das Gehirn braucht vor allem kognitive Stimulation, damit die mentale Leistungsfähigkeit erhalten bleibt. Deshalb solltest du Wert auf regelmäßige und persönliche Kommunikation mit anderen Menschen legen. Triff dich oft mit deinen Freunden und deiner Familie oder knüpfe neue Kontakte, indem du dich beispielsweise ehrenamtlich engagierst oder dir ein neues Hobby zulegst. 

2.) Weiterbildungen machen

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Wer glaubt, dass es mit 60, 70 oder 80 Jahren bereits zu spät sei, sich neues Wissen anzueignen, der irrt. Denn das Aneignen von neuem Wissen oder weiteren Fähigkeiten ist eine hervorragende Möglichkeit, geistig fit zu bleiben. Die Möglichkeiten sind dabei beinahe unbegrenzt: Du kannst zum Beispiel einen Volkshochschulkurs besuchen und eine neue Sprache oder ein Instrument erlernen. Öffne dich jedoch immer wieder für neue Aktivitäten und Erfahrungen, denn auch dies spielt eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung vor Demenz.

3.) Risikofaktoren kontrollieren und behandeln 

Ein schwaches Herz oder eine Herzerkrankung erhöht das Risiko, ebenfalls an Demenz zu erkranken. Ein hoher Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, Übergewicht und ein hoher Blutzuckerspiegel schädigen auf Dauer das Herz und die Gefäße. Daher solltest du diese gesundheitsgefährdenden Missstände von einem Arzt behandeln lassen. Sorge zudem dafür, dass du glücklich bist, denn Depressionen steigern ebenso das Risiko für Demenz. 

4.) Gesund leben

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Eine Studie der Columbia-Universität in New York (USA) hat ergeben, dass eine gesunde Ernährung und regelmäßiger Sport die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken, um 60 Prozent senken können. Achte darauf, dass du genügend Omega-3-Fettsäuren zu dir nimmst, da diese die kognitive Leistungsfähigkeit steigern und gleichzeitig vor Herzkrankheiten schützen. Weiterhin eignet sich mediterrane Kost sehr gut zur Vorbeugung vor Demenz, denn sie beinhaltet viele pflanzliche Lebensmittel. Auf dem Speiseplan stehen vor allem Obst, Gemüse, Nüsse und Vollkornprodukte. Anstatt auf Butter oder Margarine solltest du auf hochwertiges Olivenöl setzen. Weiterhin ist es wichtig, Milch- und Milchprodukte sowie Fisch und Geflügel nur in kleinen Mengen zu genießen. Rotes Fleisch sollte nur wenige Male im Monat gegessen werden. Ein kleines Glas Traubensaft am Tag trägt ebenso zur Herzgesundheit bei.

Unerlässlich für eine gesunde Gehirnleistung sind auch regelmäßiger Sport und viel Bewegung im Alltag. Dadurch wird die Durchblutung des Gehirns angeregt und du vermeidest Risikofaktoren für Demenz, wie z.B. Übergewicht oder einen hohen Cholesterinspiegel. Besonders beim Tanzen werden verschiedene Gehirnareale stimuliert. 

5.) Nicht rauchen

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Laut einer Studie nimmt die Gedächtnisleistung von Rauchern schon 5 Jahre nach Beginn des Rauchens merklich ab. Neben den allgemeinen Gesundheitsgefahren, die Nikotinkonsum mit sich bringt, erhöht diese schädliche Angewohnheit auch das Risiko für Demenz. Zwar kannst du dich kurzzeitig besser konzentrieren, doch auf lange Sicht baust du geistig ab. Denn durch das Rauchen werden Lunge und Arterien geschädigt, sodass die Sauerstoffversorgung im Gehirn eingeschränkt ist. 

Allgemein steigt das Demenzrisiko mit dem Alter. Frauen sind häufiger von dieser unheilbaren Erkrankung betroffen als Männer. Mit der Vermeidung der Risikofaktoren kannst du jedoch einen großen Teil dazu beitragen, die Wahrscheinlichkeit für Demenz zu reduzieren. 

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