Letzte Hilfe: Warum Cannabis bei vielen Menschen zur festen Hausapotheke gehört.

Seit 1929 sind der Anbau, der Besitz sowie der Verkauf von Cannabis laut Betäubungsmittelgesetz in Deutschland illegal. Im schlimmsten Fall drohen bis zu 5 Jahre Freiheitsentzug, wobei der Besitz einer geringen Menge von 6 bis zu 15 Gramm (je nach Bundesland) aber meistens durch die Staatsanwaltschaft nicht weiter verfolgt wird.

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Jedoch dient Cannabis nicht nur dem Drogenrausch, sondern hat auch viele gesundheitliche Vorteile. Deshalb wird die Hanfpflanze auch schon seit Jahrtausenden zur Heilung von verschiedensten Beschwerden und Krankheiten eingesetzt. Seit März 2017 können nun auch Ärzte in Deutschland Cannabis in Tropfen- oder Tablettenform verschreiben, denn es wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und krampflindernd. Verantwortlich dafür sind die Inhaltsstoffe (Cannabinoide) mit den Kürzeln CBGA, CBCA, CBC, Δ9-THC, CBD und THCV.

Bei diesen Krankheiten kann Cannabis helfen:

1. Arteriosklerose

Tierversuche haben gezeigt, dass diese Krankheit durch Cannabis gehemmt werden kann.

2. Krebs

Krebspatienten müssen sich häufig einer Chemotherapie mit starken Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Erbrechen unterziehen. Auch hier kann Cannabis helfen, da es appetitanregend und schmerzstillend wirkt. Weiterhin gibt es erste Hinweise darauf, dass Cannabis ein Heilmittel gegen Krebs darstellt. Die Forschungen hierzu stecken jedoch noch in den Kinderschuhen: „Es gibt Hinweise, dass einige Wirkstoffe von Cannabis wie Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) krebshemmend sind. Sie können das Ergebnis von Standardtherapien verbessern – bei Mäusen und Ratten“, erklärt Franjo Grotenhermen, Vorsitzender einer internationalen Arbeitsgemeinschaft für Cannabis als Medizin. 

3. Aids

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Auch bei dieser schweren Folgeerkrankung einer vorausgegangenen HIV-Infektion kann Cannabis die Nebenwirkungen (Appetitlosigkeit, Übelkeit etc.) der helfenden Medikamente erträglicher werden lassen. 

4. Glaukom

Bei der gefährlichen Augenerkrankung wird der Sehnerv durch einen zu hohen Augeninnendruck immer weiter zerstört. Wird die Krankheit nicht behandelt, erblindet der Patient früher oder später. Der Wirkstoff THC kann diesen Prozess dadurch aufhalten, dass er den Augeninnendruck senkt. Das hat eine Studie aus dem Jahr 1998 ergeben.  

5. Asthma 

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Wer hätte das erwartet? Ausgerechnet Cannabis soll die Bronchien erweitern und somit die Atmung verbessern. Natürlich darf es in diesem Fall nicht geraucht werden. 

Weitere Krankheiten, bei denen Cannabis helfen kann, sind unter anderem: 

  • Spastik
  • Multiple Sklerose
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn) 
  • Arthritis 
  • Depressionen
  • Posttraumatische Belastungsstörungen
  • Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
  • Kopfschmerzen (Clusterkopfschmerzen, Migräne) 
  • Tinnitus
  • Chronisches Müdigkeitssyndrom 
  • Neurodermitis
  • Schlafstörungen
  • Reizdarm

Welche Nebenwirkungen kann es bei der Cannabis-Therapie geben?

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Der Rauch von Cannabis kann ebenso wie der von Zigaretten die Lungen schädigen. Weiterhin kann die Hanfpflanze abhängig machen, wenn auch nicht so stark, wie dies bei Tabak der Fall ist. Schwindel, Angstzustände, Müdigkeit, Gedächtnisstörungen sowie Mundtrockenheit können ebenso auftreten. Die verschriebene Dosierung sollte daher immer eingehalten werden, um die Nebenwirkungen so gering wie möglich zu halten. 

Wie du siehst, kann Cannabis auch der Gesundheit dienen. Wenn du unter einer der genannten Erkrankungen leidest und die bisherige Behandlung kaum Wirkung gezeigt hat, kann sich ein Behandlungsversuch mit medizinischem Cannabis lohnen. Natürlich musst du die Vor- und Nachteile vorher gemeinsam mit deinem behandelnden Arzt abwägen. 

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