Schüchterne Frau mit Down-Syndrom blüht auf dem Eis auf.

Als die Kanadierin Noriko Ohsada ihre drei Töchter vor einigen Jahren zum Eiskunstlaufen anmeldete, wollte die umtriebige Mutter vor allem, dass sie Spaß haben und sich viel bewegen. Sie hatte jedoch nicht damit gerechnet, wie sehr ihre älteste Tochter Meg dabei aufblühen würde – und dass sie eines Tages sogar Weltklasse-Niveau erreichen würde.

Youtube/Inside Edition

Meg ist mit dem Down-Syndrom auf die Welt gekommen und ist seit ihrer Kindheit äußerst schüchtern. Bewegt sie sich aber auf dem Eis, ist sie wie verwandelt.

„Von Anfang an liebte Meg es, mit ihren Schwestern und Freunden Schlittschuh zu laufen. Deswegen blieben wir dabei“, erzählt Noriko. Schon nach kurzer Zeit machte sie große Fortschritte und beeindruckte ihre Eltern und Lehrer.

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Aber nicht nur auf dem Eis brillierte das schüchterne Mädchen. Auf der Tanzfläche bewies sie ebenfalls, wie viel Talent in ihr steckt. „Es fällt auf, dass es Meg reine Freude bereitet, auf der Bühne zu stehen“, erklärt Noriko.

Nach Jahren harten Trainings hat die mittlerweile 23-Jährige Weltklasse-Niveau erreicht. Bei den Special Olympics 2013 gewann Meg im Eiskunstlauf zwei Silbermedaillen. Und im letzten Jahr belegte sie den vierten Platz im Tanzsport der Special Olympics in Österreich.

Meg möchte professionelle Tänzerin und Eiskunstläuferin werden, weshalb sie sechs Tage die Woche mehrere Stunden trainiert. Sie nimmt weiterhin an vielen Wettbewerben teil und gibt stets alles, um besser zu werden.

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Sie übt zusammen mit Schülern, die keine Behinderung haben, und inspiriert nicht wenige von ihnen. „Bei ihr kommt jede Bewegung aus dem Herzen. Es entsteigt ihrem tiefsten Inneren. So etwas kann man niemandem beibringen“, sagt Megs Tanzlehrerin Dana Sekulich.

Weitere Informationen über die talentierte junge Frau finden sich im folgenden Video (auf Englisch):

Auf jeden Fall hat die schüchterne junge Frau schon jetzt viel erreicht und viele Menschen berührt. Wenn sie sich auf dem Eis bewegt oder auf der Bühne tanzt, vergessen die Zuschauer schnell, mit welchen Handicaps sie geboren wurde und geben sich ganz ihrer Kunst hin. Es war wirklich eine gute Idee von Noriko, ihre drei Töchter zum Eiskunstlaufen anzumelden.

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