Veganerin zwingt ihren Fuchs zu fleischloser Ernährung.

Füchse sind Wildtiere, keine Haustiere. Trotzdem kommt es ab und zu vor, dass ein Jungtier den Weg in ein menschliches Zuhause findet.  Insbesondere die Retter eines kranken oder in Gefangenschaft gehaltenen Fuchswelpen haben oft Schwierigkeiten, sich von ihrem Schützling zu trennen und ihn in der freien Wildbahn auszusetzen.

Wikipedia/Fennec Fox Vulpes zerda.jpg/Drew Avery

Obwohl Füchse normalerweise einen ungestümen Freiheitsdrang besitzen, arrangieren sich manche Exemplare mit ihrer Rolle als Haustier. Die spanische Youtuberin Sonia Sae hat selbst einen Wüstenfuchs von einem Pelzzüchter gerettet und sich entschlossen, ihn als Haustier zu behalten. Nachdem bekannt wurde, wie sie das Tier ernährt, brach jedoch ein Sturm der Entrüstung über die junge Frau herein.

Sonia Sae ist nämlich eine bekennende Veganerin, die auch ihren Wüstenfuchs Jumanji fleischlos ernährt. Als Bilder von Jumanji auftauchten, die den kleinen Fuchs in einem besorgniserregenden Zustand zeigten, kochte das Internet vor Wut über. Vielen erschienen die Bilder als Beweis dafür, wie sehr die vegane Ernährungsweise dem Tier zusetze.

Wüstenfüchse fressen zwar auch gelegentlich pflanzliche Nahrung wie Früchte oder Pflanzenknollen, dennoch besteht ihr natürlicher Speiseplan vor allem aus Insekten, Nagetieren oder Eiern.

Den vielen besorgten Kommentaren zum Trotz bleibt die Youtuberin aber auf ihrer Linie. Einige Tierfreunde alarmierten daraufhin den Tierschutz. Auf die Vorwürfe, sie würde die Gesundheit des Fuchses aufs Spiel setzen, reagierte die junge Frau hingegen mit folgender Bemerkung:

„Jumanji bekommt alle Aminosäuren wie Taurin und Lysin, die ein Fleischfresser benötigt … Er ist in guter Verfassung und seine Blutwerte sind in Ordnung. Seit drei Jahren hat Jumanji keine Anzeichen von Mangelernährung gezeigt.“

Außerdem erwiderte Sonia, dass die erschreckenden Aufnahmen des Wüstenfuchses, die im Netz kursieren, bereits vor drei Jahren entstanden seien – zu einer Zeit, als sie ihm noch kein Fleisch vorenthalten habe. Im Gegenzug soll eine allergische Reaktion der Grund für Jumanjis schlechte Verfassung gewesen sein.

Vor kurzem hat Sonia sogar ein Video auf YouTube veröffentlicht, das Jumanji in einem guten Zustand zeigt. Trotzdem hat der öffentliche Druck nicht nachgelassen.

Youtube/Sonia Sae

Viele Menschen fordern noch immer, dass sie den süßen Wüstenfuchs dem Wildschutz überlassen und stattdessen einem von Natur aus vegetarisch lebenden Tier ein Zuhause bieten solle. In den Tierheimen gäbe es immerhin genügend bedürftige Tiere: von Wellensittichen bis hin zu Schildkröten.

Wie die Geschichte für Jumanji ausgeht, bleibt ungewiss. Beide Seiten sind überzeugt, nur das Beste für den Wüstenfuchs zu wollen.

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