12-Jähriger versteckt Hund und heimlichen Brief in Karton

Tagtäglich werden Haustiere direkt vor den Türen von Tierheimen ausgesetzt. In den meisten Fällen geschieht das, weil ihre ehemaligen Besitzer die für die Abgabe der Tiere anfallenden Kosten scheuen, sich ihrer treuen Gefährten aber dennoch schnell entledigen wollen.

Doch ein sehr rührendes Beispiel aus Spanien zeigt nun, dass man in einem solchen Fall vielleicht nicht immer vorschnell urteilen sollte.

Am 13. Februar 2020 entdecken Angestellte des spanischen Tierheims „Xollin“ vor dem Eingang einen verlassenen Pappkarton. Vorsichtig öffnen sie die Schachtel, um zu sehen, was sich in ihr verbirgt. In dem Karton befindet sich ein kleiner, grauer Pitbull-Welpe – zusammen mit einem Stofftier und einem Brief. Als die Mitarbeiter den herzzerreißenden Brief lesen, wird ihnen schnell bewusst, dass der ehemalige Besitzer des kleinen Welpen das Tier nicht vor der Tür des Tierheims ausgesetzt hat, weil er Kosten sparen wollte, sondern um ihm das Leben zu retten. Denn der 12-jährige Andres hatte große Angst, dass sein gewalttätiger Vater den kleinen Hund ernsthaft verletzt hätte, wenn dieser noch länger bei ihm geblieben wäre, wie er selbst in dem Brief an das Tierheim schreibt.

In seinem Brief schreibt Andres:

„Mein Name ist Andres und ich bin 12 Jahre alt. Meine Mutter und ich haben uns dazu entschieden, ihn euch zu überlassen. Mein Vater weiß nichts davon, weil er ihn verkaufen will. Aber er schlägt und tritt den Hund immer. Einmal hat er ihn so doll getreten, dass er ihn am Schwanz verletzt hat. Ich hoffe, dass ihr ihm helfen könnt und gut auf ihn aufpasst. Ich habe ihm sein Lieblings-Kuscheltier eingepackt, damit er mich niemals vergisst.“

Das Tierheim reagiert mit großem Verständnis auf die Tat des 12-Jährigen und stellt in einem Facebook-Post klar, dass der Junge aus Verzweiflung handelte, um seinem besten Freund ein Leben ohne Gewalt ermöglichen zu können. Auch das Stofftier, das Andres seinem vierbeinigen Freund zum Abschied mitgab, begleitet den jungen Hund weiterhin, damit er den Menschen, der ihn aus tiefstem Herzen liebt, auch ganz bestimmt niemals vergisst. Der kleine Welpe, der nun den Namen „Rene“ trägt, wird in den kommenden Wochen zur Adoption freigegeben. 

Das Leben und die körperliche Unversehrtheit seines besten Freundes haben Andres dazu bewogen, diese selbstlose Entscheidung zu treffen. Damit hat er eine innere Größe bewiesen, die wohl nur sehr wenige Menschen in seinem Alter innehaben.

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