Hund nach Waldbrand in freistehendem Ofen gefunden.

Von Ende Juli bis Anfang August dieses Jahres verheerten Waldbrände weite Gebiete in der zentralgriechischen Region Attika. Mehrere Dutzend Menschen wurden getötet und über 150 verletzt.

Facebook/Artemis Kyriakopoulou

Nachdem die tödliche Feuersbrunst erloschen war, begaben sich freiwillige Helfer und Tierschützer wie Artemis Kyriakopoulou auf die Suche nach Überlebenden und durchstreiften die von den Flammen verwüstete Gegend.

Die junge Griechin entdeckte auf ihrer Erkundungstour ein abgebranntes Haus und eine Art freistehenden Ziegelofen, der nicht zusammengestürzt war – ein möglicher Unterschlupf für Mensch und Tier.

„Ich hatte den Ofen gesehen, aber nichts gehört. Ich zögerte zunächst, weil ich fürchtete, darin etwas Fürchterliches zu entdecken – sei es tot oder lebendig“, erzählt Artemis.

Sie bemerkte dann einen kleinen Schatten, der sich im Innern der Ziegelkonstruktion bewegt hatte. Artemis nahm all ihren Mut zusammen und warf einen Blick hinein. Vor ihren Augen lag ein kleiner Hund, der sich in einem mitleiderregenden Zustand befand.

Facebook/Artemis Kyriakopoulou

„Er hatte Verbrennungen am ganzen Körper und sein Fell war an vielen Stellen versengt. Er schien starke Schmerzen zu haben. Ich konnte es kaum ertragen, ihn in einem solchen Zustand zu sehen. Ich weinte wie die anderen Freiwilligen. Glücklicherweise hat er noch eine Chance bekommen, weil ich ihn zufällig gefunden habe“, schildert die junge Frau.

Artemis brachte ihren neuen Schützling, der später „Loukoumakis“ getauft wurde, umgehend zu einem Tierarzt, der ihn medizinisch versorgte. Weil den süßen Vierbeiner eine dicke Fellschicht umhüllte, lag die Vermutung nahe, dass er vor dem Waldbrand ein Streuner gewesen war.

Loukoumakis’ Fell wurde dann gründlich gestutzt – das hatte die Fellnase wirklich nötig. Gestärkt, gepflegt und gut gelaunt war der kleine Strolch in der richtigen Verfassung, um an eine Familie vermittelt zu werden.

„Er hat sich sehr gut erholt, auch wenn er noch ein paar Medikamente nehmen muss. Er sieht richtig glücklich aus“, erklärt Artemis. Sie hatte Loukoumakis später an eine freiwillige Helferin übergeben. Von ihr wurde er vorübergehend gepflegt.

Im folgenden Video hat Artemis ihre Begegnung mit Loukoumakis festgehalten:

Glücklicherweise dauerte es nicht lange, bis der süße Vierbeiner adoptiert wurde. Die Griechin Antonia Paraschou nahm Loukoumakis bei sich auf und schenkte ihm ein neues Zuhause – nach dieser schweren Zeit hat er es wirklich verdient. Bestimmt wird er von nun an ein schönes Leben führen.

Quelle:

thedodo, abcnews

Kommentare

Auch interessant