17-Jährige wurde angeblich von einem Fisch geschwängert.

Die Familie der 17-jährigen Kimberly Robles staunte nicht schlecht, als der Bauch der jungen Philippinerin innerhalb weniger Monate immer größer wurde. Obwohl die junge Frau stets beteuerte, dass sie keinen Freund habe und auch sonst mit niemandem intim gewesen sei, konnten Kimberlys Eltern ihr kaum glauben.

Es gab keine vernünftige Erklärung dafür, warum ihr Bauch wuchs, obwohl sie angeblich mit keinem Mann geschlafen hatte. In ihrem Heimatdorf, das ziemlich abgeschieden liegt, kam daher die Vermutung auf, dass Kimberly einen Fisch in sich trug. Der Grund hierfür ist ein auf den Philippinen verbreiteter Aberglaube.

Youtube/ GMA Public Affairs

Dieser besagt nämlich, dass Frauen, die während oder kurz nach ihrer Menstruation ohne Unterwäsche im Meer schwimmen gehen, von Meereswesen befruchtet werden können. Und genau das pflegte Kimberly regelmäßig zu tun. Sie hatte nicht daran geglaubt, dass so etwas möglich sei.

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Diese bizarre Erklärung wurde jedoch augenscheinlich auch von einer Ultraschalluntersuchung unterstützt, der sich die 17-Jährige unterzog. Das Ergebnis hatte für Überraschung gesorgt, weil auf den Bildern von Kimberlys Bauch kein Fötus zu sehen war, sondern eine fischähnliche Gestalt.

Für viele Dorfbewohner schienen die Aufnahmen ein klarer Beweis zu sein. Auch Kimberlys Großmutter und eine Cousine waren davon überzeugt – natürlich sahen die behandelnden Ärzte das anders. In Wirklichkeit zeigten die Ultraschallaufnahmen eine Eierstockzyste, welche die Schwellung von Kimberlys Bauch verursacht hatte.

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„Auf den Bildern ist tatsächlich etwas zu sehen, das einem Fisch ähnelt“, erklärt die Gynäkologin Dr. Massachusette Fernandez. „Aber natürlich ist es keiner. Sie hat eine Ovarialzyste. Es ist unvorstellbar, dass sich ein Fisch in ihren Eierstöcken befinden könnte.“

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Bei vielen Frauen kann sich ein solches Geschwulst entwickeln. Meistens sind Eierstockzysten aber gutartig und verschwinden wieder von selbst. Viele verursachen keine Symptome und werden zufällig bei Vorsorgeuntersuchungen entdeckt.

In Kimberlys Fall ist jedoch ein chirurgischer Eingriff notwendig. Die Zyste muss entfernt werden, weil andernfalls das Risiko besteht, dass sie platzt, was zu Infektionen führen kann. Darüber hinaus besteht für die junge Philippinerin aber kein weiteres gesundheitliches Risiko.

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Auf jeden Fall ist Kimberly erleichtert, dass sie ihre Unschuld beweisen konnte. Die abergläubische Vorstellung, dass Frauen von Meereswesen befruchtet werden könnten, wurde von den Ärzten widerlegt. Auch Kimberlys Familie hat sich selbstverständlich für die Verdächtigungen entschuldigt.

Hoffentlich wird die 17-Jährige ihre baldige Operation gut überstehen und vielleicht sogar eines Tages ein echtes Kind austragen. Wer möchte schon seinen Nachwuchs in einem Aquarium aufziehen?

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