Stillende Mutter bespritzt Frau im Park mit ihren Brüsten.

Stillen in der Öffentlichkeit ist ein Thema, das kontrovers diskutiert wird. Für die einen sollte sich keine Mutter dafür entschuldigen müssen, im öffentlichen Raum ihren Säugling zu füttern. Andererseits fühlen sich viele Menschen unbehaglich, wenn eine Frau ihrem Baby für jeden gut sichtbar die Brust gibt.

Zuweilen kann der Streit um den nackten Busen recht kuriose Formen annehmen, wie ein Vorfall aus Großbritannien zeigt, bei der sich eine Frau mit einer stillenden Mutter zankte. Die beteiligte Frau selbst veröffentlichte die Geschichte auf Facebook. Ihr Beitrag erregte viel Aufmerksamkeit und wurde leidenschaftlich diskutiert:

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„An die Frau im Park von Dartford, die ihrem Baby die Brust gegeben hat, als mein Kind und mein leicht abzulenkender Mann danebensaßen. Selbst wenn Sie meinen, dass es angemessen war, entschuldigt das nicht Ihre übertriebene Reaktion auf meine Frage, ob Sie sich vielleicht einen ungestörten Platz zum Stillen suchen könnten. Es war mehr als unhöflich, mir zu sagen, dass ich mich verpissen solle, geschweige denn, mich mit Ihren Brüsten zu bespritzen. Schämen Sie sich.“

Die überwältigende Mehrheit der Facebook-Nutzer, die den Beitrag der Frau kommentierten, nahm die Mutter in Schutz. Es folgen drei typische Kommentare:

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Danielle Stephens: „Sie haben bekommen, was Sie verdienen. Wenn Sie es nicht mögen, dann schauen Sie weg. Wenn Sie Ihrem Ehemann nicht vertrauen, dann ist das Ihr Problem. Diese Frau hat ihr Kind gefüttert und Sie haben sich eingemischt und nicht umgekehrt.“

Hayley Traveller: „Das kann doch nicht ernst gemeint sein?! Ein Baby darf nichts essen, nur weil sich Ihr Ehemann leicht ablenken lässt? Hat er noch nie Möpse gesehen? Vielleicht sollten Sie ihm welche zeigen, damit ihn so etwas in Zukunft nicht mehr ablenkt. Und wenn sie Sie wirklich angespritzt hat, dann hat mir das den Tag versüßt. Nein, die ganze Woche!“

Samantha Michelle Underwood: „Obwohl ich nicht mit dem Bespritzen einverstanden bin, finde ich doch, dass die Frau insgesamt im Recht war. Es gibt nichts Natürlicheres als eine Frau, die ihr Kind stillt. Sie und Ihr Ehemann haben wohl ein wenig Aufklärung nötig.“

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Nur sehr wenige Menschen waren gegenüber der stillenden Mutter deutlich kritischer:

Alethea Garcia: „Ernsthaft, so zu reagieren, ist keineswegs angemessen. Man spritzt nicht mit Milch, Körperflüssigkeiten oder Kindernahrung herum. Jeder schießt sich auf den leicht abzulenkenden Ehemann ein und redet ausschließlich vom Recht der Mutter, ihr Kind in der Öffentlichkeit zu füttern. Das möchte ich auch nicht infrage stellen, aber ich verstehe nicht, warum niemand darüber diskutiert, dass die Mutter jemanden angespritzt hat. Soll das nicht der Rede wert sein?“

Andrew Tremlett: „Natürlich ist es nicht in Ordnung, dass die Frau eine stillende Mutter bittet, ihr Baby woanders zu füttern. Eine lächerliche Aufforderung! Trotzdem war die Reaktion der Mutter übertrieben und kommt einem Angriff gleich. Man kann nicht die Moral für sich beanspruchen und gleichzeitig jemand angreifen, nur weil derjenige etwas gesagt hat, das einem nicht gefällt.“

Penny Siess: „Bedecken Sie sich doch ein wenig. Niemand muss unbedingt sehen, was Sie da tun. Das ist zwar an sich nichts Schlechtes, aber ich würde auch nicht wollen, dass mich meine Enkel fragen, warum man Ihre Brust sehen kann. Haben Sie sich nicht so und seien Sie ein wenig diskret. Und was das Spritzen betrifft: Sollten Sie es nicht fürs Baby aufsparen?“

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Offenbar ein heiß diskutiertes Thema. Ob die Reaktion der stillenden Mutter gerechtfertigt war oder die Bitte der Frau angemessen, lässt sich aus mehreren Blickwinkeln betrachten. Diese Frage sollte jeder für sich selbst beantworten.

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