Mutter lässt tot geborenen Sohn als Puppe nachmachen.

Seit einigen Monaten leidet die Kanadierin Taylor Kellie unter einer schweren Depression. Die junge Frau war Ende 2017 gerade mit ihrem zweiten Kind Jaxx schwanger, als ein schreckliches Unglück ihr Leben aus den Angeln hob.

Während der 31. Schwangerschaftswoche verstarb ihr Sohn plötzlich, wodurch die Mittzwanzigerin in ein tiefes Loch gerissen wurde. Auf ihrem eigenen YouTube-Kanal berichtete Taylor unter Tränen von ihrem schmerzhaften Verlust.

Danach zog sich die junge Mutter für mehrere Monate aus der Öffentlichkeit zurück. Während dieser Zeit litt sie unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung – regelmäßige Angstzustände lasteten schwer auf ihrem Leben. Wenn sie sich beruhigen wollte, ging Taylor oft mehrere Runden um ihr Haus. Im Arm hielt sie dabei einen Teddybären, der in eine Decke gehüllt war. Seit dem Verlust ihres Sohnes hatte sie immer wieder das starke Bedürfnis, ein Baby zu halten, das Gewicht eines Babys zu spüren.

Youtube/Taylor Kellie

In der Zwischenzeit hatte eine australische Puppensammlerin Taylors Video über ihre Fehlgeburt gesehen und war davon zutiefst bewegt. Sie schrieb der Mittzwanzigerin eine Nachricht, in der sie Taylor ein ganz besonderes Angebot machte: Sie wollte ihr eine Babypuppe schenken, die ihrem verstorbenen Sohn Jaxx ähneln würde.

Erst nach einigen Monaten hatte Taylor diese Nachricht bemerkt, doch der Verlust lastete noch immer sehr schwer auf ihr. Sie nahm das Angebot der Puppensammlerin an und schickte ihr ein Bild ihres verstorbenen Sohnes.

 

Ein Beitrag geteilt von Taylor Kellie (@momvlogger) am

Nach einiger Zeit erhielt Taylor die Puppe, die fast genauso wie ihr Sohn Jaxx aussah. Unter Tränen öffnete sie das Paket. Für die Kanadierin ist dieses Geschenk ein wichtiges Hilfsmittel, das ihr Leiden lindert: „Die Puppe ersetzt natürlich nicht meinen Sohn, sie ist eben nur eine Puppe. Ihr Gewicht hat den größten therapeutischen Effekt auf mich.“

Youtube/Taylor Kellie

„Ich gehe manchmal ins Kinderzimmer, nur um die Puppe zu halten. Ich laufe mit ihr durch das Zimmer und schaue mir dabei die Sachen meines Sohnes an. Das macht mich glücklich und gibt mir Gelassenheit“, erzählt Taylor.

Auch wenn solche Puppen auf einige Menschen verstörend wirken, für Taylor ist sie eine große Hilfe. Mittlerweile ist die junge Frau wieder schwanger und erwartet eine Tochter. Hoffentlich wird alles gut gehen, damit sie dieses schreckliche Kapitel ihres Lebens hinter sich lassen kann.

Kommentare

Auch interessant